Beiträge von Aeroklaus

    Super Beispiel, Guntram!
    Die Frage ist nur, ob der Papierstreifen durch den (Bernoulli-) Unterdruck nach oben gezogen wird oder durch die (Newton-) Ablenkung der Luft nach unten.


    Wenn Du Dein gewölbtes Blatt Papier so anbläst, dass es nach oben gezogen wird, bemerkst Du unterhalb Deiner "Blasebene" mit der anderen Hand einen Luftzug hinter/unter dem Papier (also der Hinterkante des Profils).
    Nimmst Du das Papier weg, strömt Deine Blasluft waagrecht (schlüpfriges Thema) und Du spürst keinen Luftzug an derselben Stelle..
    Die Luft wird also tatsächlich nach unten abgelenkt.


    Zitat

    Original von Windwolves


    Buggy-x: Du bist nicht allein... :-O ;)



    Wer sind sie denn nun, die Klugscheisser? Niemand will´s gewesen sein. Fragen über Fragen......



    Grüsse Klaus

    Zitat

    Original von Buggy-x
    Wo genau kommen denn auf einmal die Klugsch . . . alle her? :-o


    Huch, jetzt hätte ich doch fast den Platzhirsch übersehen....
    Tschuldigung untertänigst, Cheffe, das Thema interessiert mich einfach!



    Zitat

    Original von Buggy-x
    Ich denke jetzt werde ich mich in dem Thema doch vertiefen. Ich werde dann bei Fragen und Zweifln mal auf DIch zurück kommen.


    Gerne! Wenden Sie sich einfach an meinen Agenten.


    Grüsse Klaus :L :L

    Zitat

    Original von Amagron


    Freut mich aber das du einen so gut geschriebenen Beitrag hier beisteuerst!
    Hast du sowas studiert, oder auch alles hier und da gelesen?


    Dankesehrschön!
    Nee, ich habe nix dergleichen studiert, ich bin nur wie schon gesagt mehrmals drüber gestolpert und habe mir dann eigene Gedanken dazu gemacht.
    Und ich betreibe auch ein kleines Fliegerforum, wodurch ich auch mit Menschen in Kontakt bin, die mit Konstruktion und Bau von Ultraleichtfliegerchen zu tun haben.


    Und da scheint man eher an eine Kombination von Bernoulli, Newton und Coanda zu glauben.


    Im Grunde haben also alle recht...


    Grüsse Klaus

    Zitat

    Original von Windwolves
    So ganz falsch kann das Bernoulli´sche Prinzip nicht sein...


    der Bierflaschen bzw. Löffelversuch beschreibt aber nicht den Bernoulli-, sondern den Coanda-Effekt, Guntram.


    Wie dem auch sei, ich wollte nur zeigen, dass es verschiedene Theorien zu Auftrieb gibt und dass die herkömmliche Bernoulli-Theorie nur eine von mehreren ist.
    Die simple "Luft strömt oben schneller, also Unterdruck"-Erklärung ist sicher so nicht richtig.


    Schön finde ich den Link von Amagron zwei oder drei Seiten vorher:


    http://www.planet-schule.de/wa…n/themenseiten/t4/s2.html


    Hauptsache es funktioniert, irgendwie....


    Grüsse Klaus
    - Editiert von Aeroklaus am 10.02.2009, 21:47 -

    Zitat

    Original von Buggy-x
    :closed:


    Einspruch, Euer Ehren! ;)



    jedes Jahr lernen tausende von Flugschülern die Bernoulli-Theorie mit den 2/3 Sog auf der Profiloberseite und 1/3 Druck auf der Unterseite.
    Ich selbst habe es dreimal bei der Gleitschirm A, -B und später bei der Ultraleicht-Schulung gelernt, geglaubt habe ich es allerdings nie so recht, dass sich zwei Luftteilchen, die sich an der Profilnase nach oben und unten trennen, an der Hinterkante wieder treffen und somit das obere Teilchen schneller fliegen muss....


    Interessant ist, das sich in den letzten Jahren immer mehr Widerspruch zu dieser Theorie bildet, so auch bei der NASA, wen´s interessiert:


    http://www.grc.nasa.gov/WWW/K-12/airplane/wrong1.html


    Der Auftrieb scheint weniger durch die Sog/Druckverhältnisse am Profil zu entstehen, sondern fast ausschliesslich durch die Ablenkung der anströmenden Luftmassen nach unten.
    So ist es auch eher zu erklären, wieso beispielsweise ein symmetrisches Profil oder auch eine Tür Auftrieb erzeugen, wenn nur der Anstellwinkel stimmt.


    Also:


    Es gibt aerodynamisch keinen Unterschied zwischen Flugzeug, Gleitschirm und Kite, alle fliegen mit der selben Aerodynamik.


    Man sollte die komplette Tragfläche als Einheit betrachten und nicht so sehr zwischen
    -Profilform
    -Anstellwinkel
    -Schleppkante bzw. Wölb/Landeklappe unterscheiden:
    die komplette Einheit wird von der Luft umströmt und erzeugt Auftrieb.


    Die Änderung einer oder mehrerer der Parameter ändert den Auftrieb, die Effekte sind nicht so klar getrennt, sondern überlagern sich.


    Stellt Euch ein symmetrisches, ein normales (mit gerader Unterkante) und ein hohlgewölbtes Profil vor:


    -das symmetrische hat bei Anstellwinkel 0 Grad auch 0 Auftrieb, erst durch positiven Anstellwinkel bildet sich Auftrieb aus.
    -Das normale Profil erzeugt auch bei Anstellwinkel 0 Grad Auftrieb, allerdings nur durch die gewölbte Oberseite.
    -Das hohlgewölbte Profil erzeugt den höchsten Auftrieb, da Ober- und Unterseite für die Auftriebserzeugung wirken.


    Beim leichten Herabziehen der Schleppkante des Kites/Hinterkante des Gleischirms bzw. beim Setzen der Klappe eines Flugzeuges auf die 1. Stufe (10%) erzeugt man ein leicht hohlgewölbtes Profil, die an der Unterseite strömende Luft wird stärker nach unten abgelenkt = höherer Auftrieb!


    Die Effekte sind ähnlich: beim Gleitschirm ändert sich durch leichte Anbremsen die Trimmgeschwindigkeit in die des geringsten Sinkens, da der Auftrieb höher ist. Ähnliches geschieht beim Flugzeug mit der Klappe in der ersten Stellung. Und beim Kite stellt sich höherer Zug ein.


    Beim (leichten) Herabziehen der Hinterkante/Schleppkante entsteht beim Gleitschirm übrigens kein Knick, zumindest auf der Oberseite bildet sich eine gleichförmige Wölbung aus. Einen Knick gibt es höchstens bei stärkeren Anbremsen, und auch nur auf der Unterseite. Ähnliches habe ich auch bei Kites beobachtet. Ist aber auch nicht so wichtig.


    Zweifel?


    Dann empfehle ich folgendes kleine Experiment:


    man geht in die Küche und holt eine Flasche gut gekühltes Bier aus dem Kühlschrank. Mit dem Wasserhahn an der Spüle stellt man einen leichten, gleichmässigen Wasserstrahl ein und nähert die Bierflasche horizontal langsam so dem Strahl, so dass das Wasser seitlich an der Rundung der Flasche herabfliessen kann. Man beobachtet den Wasserstrahl UNTER der Flasche!
    Man trinkt das kühle Bier genüsslich und denkt dabei darüber nach, was man eben gesehen hat.


    Prost!


    Grüsse Klaus

    Hallo meytcho,


    wir haben 2 TSRs (5.0 und 7.0) und die eignen sich hervorragend für Snowkiteanfänger. Die 7er ist zwar recht träge, die Bar lässt sich aber mit minimalen Aufwand (2 Umlenkrollen und ein bisschen Schnur) auf Crossover-Bar umstellen.
    Ich stelle wahrscheinlich demnächst eine Umbauanleitung hier ins Forum.
    Allen Unkenrufen zum Trotz haben die beiden auch etwas (sanften) Lift. Die 7er trägt sogar meine 90kg.


    Die normale Beamer ist auch gut geeignet (habe auch die Beamer III 3qm) und mit den Handels auch bei Hackwind sehr feinfühlig steuerbar. Dafür ist dann der Aufwand mit dem Umlenkkrempel samt Safety wieder um einiges höher, wenn man eingehängt fahren will.


    Grüsse Klaus

    Zitat

    Original von P-Sionic
    2. M.K. will Aeroklaus ATB und nich Buggy fahren! Macht vom Schwerpunkt nen deutlichen Unterschied.


    nicht ATB-, sondern Snowkiten. Und zwar locker Cruisen, nicht Freestyle mit Rumspringen und dergleichen. Das Letztere, wenn überhaupt, erst in ein paar Jahren. Und dann bräuchten wir eh geeignetere Kites dafür samt Zubehör.


    Aber vom Angriffpunkt dürfte Snowkiten ähnlich wie ATB-Kiten sein.



    Grüsse Klaus


    p.s.: schneit´s überhaupt nochmal diesen Winter? :-/

    Zitat

    Original von SchilligWarrior
    Hi, also die Selbstbauschiene halte ich für extrem gefährlich, zumal es hier ja auch
    um kinder geht. So ein selbstgebauter Gurt mag zwar im anfang funktionieren, aber wenn da mal was passiert, glaube ich nicht das sich im ernstfall irgendeine Versicherung davon was annimmt.
    Nehmen wir mal ein Auto, da würde auch niemand auf die idee kommen sich die Sicherheitsgurte selber zu basteln oder
    Gruss Bastian


    was glaubst Du, was ich alles schon selbst gebaut habe ;) und ich lebe noch...aber lassen wir das...


    Aber das bringt mich auf eine Idee: die Kombination Trapez-offene Rolle (wie dieses teure Arminator-Dingsbums) find ich eigentlich ganz gut.
    Diese kugelgelagerte Rolle mit dem Haltewinkel könnte ich selbst drehen/fräsen. Hat da jemand ungefähre Maße davon zwecks einer möglichen Dimensionierung? Ich würde das Ding aus AlCuMg herstellen, da habe ich noch einige Reste von.


    Ich hatte übrigens von zwei Söhnen, nicht von zwei Kindern gesprochen ;)



    Zitat

    Original von set
    was meinst du warum sich ein rückengurt nicht durchgesetzt hat? liegt sicherlich nicht am preis. ;)


    Manche Sachen sind halt einfach nicht "in". Und ein Rückengurt ist sicher nicht so komfortabel wie ein (gutes) Trapez.
    Aber vom Sicherheitsaspekt ("Feststeller" mit Verlängerung + notfalls über Arme/Kopf abstreifen (ausser man hat sägezahnförmige Nackenwirbel)) bestimmt nicht verantwortungslos, wie unterstellt.



    schau mer mal,


    Grüsse Klaus


    ...der bisher ganz gut selbst entscheiden konnte, was er tun oder besser lassen sollte

    Zitat

    Original von Allesflieger
    Seid Ihr in der nächsten Zeit auf irgendeinem Drachenfest??


    leider nicht, Markus. Um mal eben hinzufahren, ist es leider zu weit.
    Aber danke für das Angebot!


    Zur Safety: hundertprozentige Sicherheit wird es wohl bei keinem System geben. Das gilt auch für alle anderen "gefährlichen" Hobbys, z.b. GS-Fliegen.


    Aber gut, wenn man mehr als eine Möglichkeit zur Verfügung hat. Die Tatsache, dass man so einen Rückengurt ja auch einfach über Arme/Kopf streifen kann, wenn man auf die Schnauze gefallen ist, hatte ich noch gar nicht bedacht. Er darf dann natürlich nicht beispielsweise am Helm hängenbleiben...


    Wichtiger ist es, Notsituationen vorher mental zu trainieren, indem man sich verschiedene "Störfalle" und deren Beseitigung im Geiste vorstellt.



    Es wird bei uns wahrscheinlich auf einen Mix Rückengurt/Trapez hinauslaufen, da wir sowohl Handlekites als auch Beamer TSRs mit Bar verwenden.
    Und in ein, zwei Jahren sehen wir dann weiter.


    Trotzdem: fährt niemand ATB mit einem Rückengurt? Würde mich echt interessieren!


    Grüsse Klaus

    Danke Euch für die Antworten!


    Klar bekommt man für 50 oder weniger Mäuse ein Trapez, aber wenn man noch eine vernünftige Umlenkrolle + Safety dazunimmt, kostet es leicht nochmal so viel. Und das Ganze dann mal drei....


    Es ist mir natürlich klar, dass ein Trapez letztlich besser ist, aber wir sind blutige Anfänger und fahren momentan ganz ohne. Das geht spätestens nach einer halben Stunde ziemlich in die Arme und Hände. Ob da nicht wenigstens ein preiswerter Rückengurt für den Anfang besser ist als gar nix?


    Hat den schon jemand Erfahrung mit ATB und Rückengurt? Oder fahren alle mit Trapez?



    Grüsse Klaus

    Danke Dir, Markus!


    d.h., diese blauen Tampen sind die Safety: wenn man dran zieht, rutscht das Gurtband durch (wie auch immer das technisch gelöst ist). Die von Dir beschriebene Verlängerung ist nur dafür da, nicht erst lange suchen und greifen zu müssen.


    Und wie ist das beim Steuern? Der Rückengurt rutscht dabei mit hin- und her?


    Grüsse Klaus


    p.s.: zum Snowkiten braucht man nicht unbedingt Depower, Handlekites funzen auch.
    - Editiert von Aeroklaus am 26.02.2008, 17:30 -

    Hallo Leute,


    benutzt hier jemand einen Rückengurt?


    z.B. den hier:



    Wie funktioniert eigentlich das Einhängen eines Handlekites in so einen Gurt, braucht´s da auch ein Umlenksystem wie beim Einhängen in ein Trapez?


    Und wie kann man sich im Notfall vom Kite trennen?


    Ich benötige sowas für gelegentliches Snowkiten, und zwar für 3 Leute (meine zwei Söhne und mich), und 3 Trapeze samt diesem ganzen Umlenkgerödel gehen doch ganz schön ins Geld...



    Danke und Grüsse,


    Klaus
    - Editiert von Aeroklaus am 26.02.2008, 16:40 -

    Hallo,


    Ich komme ursprünglich aus der Gleitschirm-Szene (von 1988 bis 2003), da gab/gibt es solche optischen Fehler auch.


    Diese weissen Streifen sind der sogenannte Weissbruch, auch die Tücher von Gleitschirmen weisen nach einigen Gebrauch solche Stellen auf.
    Das kommt vom Zusammenlegen/Knicken/Falten. Allerdings sind sie, Untersuchungen zufolge, für das Flugverhalten unerheblich.
    Offensichtlich verliert die Beschichtung im Inneren des Tuches teilweise den Kontakt zum Gewebe, auf die Luftdurchlässigkeit (die bei Gleitschirmen alle 2 Jahre beim Check geprüft wird) hat das aber erstmal keinen Einfluss.


    Allerdings sollte das nicht schon nach ein paar Gebrauchsstunden auftreten, das lässt auf eine schlechte Tuchqualität der betroffenen Bahnen schliessen.


    Es gibt drei Hauptstressquellen für das Tuch:


    1. Die Schwächung des Tuches (meist Nylon, früher teilweise auch Polyester) durch UV-Strahlung.
    Vor ca. 15 Jahren gab es Untersuchungen wg. der Haltbarkeit von Gleitschirmtüchern. Dabei wurden die Tücher durch UV-Bestrahlung künstlich gealtert. Ergebnis war damals: Nach ca. 400 Sonnenstunden war die Festigkeit so weit verringert, dass man die Schirme nicht mehr gefahrlos verwenden konnte.
    Interessanterweise hatte die Farbe des Tuchs dabei einen Einfluss: Am längsten hielten Schwarz und Weiss, am schlechtesten schnitten Rot und Neonfarben ab.
    Mittlerweile dürften die modernen Stoffe aber länger halten.


    2. Schwächung des Tuches durch Ausdünsten der Weichmacher:
    Rettungsfallschirmen für Gleities / Drachen etc. bestehen auch aus Nylongeweben, allerdings meist ohne Beschichtung, um den Öffnungsstoss zu verringern. Die Dinger sind meistens fest verpackt und sehen nie die Sonne, bekommen also kaum UV-Belastung.
    Nach Untersuchungen haben die Tücher nach ca. 12 Jahren nur noch 50% der Ausgangsfestigkeit, da der Stoff spröde wird und die Geräte müssen entsorgt werden.
    (Merkwürdigerweise haben Rettungsschirme für Ultraleichtflugzeuge (BRS) eine Laufzeit von bis zu 25 Jahren, aber das nur nebenbei)


    3. Ablösung der Beschichtung durch mechanische Belastung: Die Beschichtung hat die Aufgabe, den Stoff luftundurchlässig zu machen. Andernfalls würde kein Gleitschirm/Lenkmatte überhaupt fliegen.
    Die mechanische Belastung kommt durch das Zusammenpacken, durch Schleifen am Untergrund beim Auslegen, Sand etc. zustande.
    Auch da gab es bei den Gleitschirmen teilweise Probleme durch schlechte Stoffchargen.


    Also: Matten mit weissem oder schwarzem Obersegel kaufen, nach dem Flug vorsichtig und locker zusammenlegen, nicht immer an denselben Stellen falten oder in eine gelbe IKEA-Tasche einfach reinstecken, nicht länger als nötig in der Sonne liegen lassen, dann halten sie am längsten.


    Und nach spätestens 12 Jahren eine neue kaufen ;)


    Grüsse Klaus

    Hallo Willii,


    Zitat

    Original von Willii
    Flugreviere finde ich Stadtpark Denzlingen TOP. Hinterm Industriegebiet HAID oder auf dem Dietenbachgelände (Vorsicht vor Hunden) taugts auch.


    Danke für die Tipps!


    Auf dem Schauinsland geht es mittlerweile auch wieder (zumindest im Herbst und Winter), da fahre ich meistens hin, da wir in Günterstal wohnen.


    Ich lasse mich allerdings nur von Matten rumziehen, deswegen kann ich keine Tricks.
    Aber bei gutem Wetter sind da auch immer einige Trickflieger oben, also schau ruhig mal vorbei!


    Grüsse Klaus

    Hallöchen,


    ich habe mir nach über 10 Jahren Abstinenz zwei Lenkmatten geleistet.
    Aber:
    wo gibt es denn gute Flugreviere rund um Freiburg?
    Auf dem Schauinsland ist mittlerweile fast alles eingezäunt, teilweise mit Verbotsschildern :(
    Die Freiburger Wonnhalde, von mir aus zu Fuss zu erreichen, hat meist zuwenig Wind und wenn, dann böig wg. der Bäume.



    Danke und Grüsse Klaus