Beiträge von Steph

    Salut Stephan,


    Zitat

    Gibt es wirklich Drachen die nicht mehr gebaut werden und besser sind als
    die heutigen?


    Nein, denn wen es so wäre, würde man sie ja weiter verkaufen.
    Es gibt aber sicherlich welche, deren Flugeigenschaften heute nicht mehr erreicht werden, weil sie nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen und dem Geschmack der Zeit entsprechen und man sie deswegen nicht mehr herstellt. Das nennt man Fortschritt :)


    Zitat

    Oder kann man sagen „alles neue ist besser als das alte“ !??


    Auch nicht. Denn was man mit den "Klassikern" zu einem bestimmten Zeitpunkt mal erlebt hat, war ein neues Fluggefühl, das man vorher noch nicht kannte, hinterher aber beliebig reproduzierbar war und ist.
    Was an denen heute noch gut ist, ist was man mal mit ihnen erlebt hat.
    Das nennt man Nostalgie. ;)


    Und wenn man solche allgemein gültigen Flasken schreibt wie meine hier,
    das nennt man Klugscheissern. 8-)

    Salut Lars,


    Wenn es sich um vorgestreckte Leinen handelt (Dyneema) sind 5-6cm Unterschied zwischen den Hauptleinen und den Bremsleinen noch als Vertretbar einzustufen. Insbesonders wenn verschiedene Leinen, z.B.: 135kg/90kg zum Einsatz kommen sind solche Unterschiede produktionstechnisch bedingt und kaum auszuschliessen. Solche Unterschiede können aber leicht an den Griffen, oder an den Bremsleinenanknüpfpunkten ausgeglichen werden.
    Links und Rechts sollten allerdings schon auf 1-2cm genau sein. Da kannst du auf Umtausch bestehen.

    Salut Arne,


    Es ist schon so, wie Erik sagt: Das Mylar hinter der Schleppkante dient hauptsächlich zur Verstärkung und Schutz derselben. (Der stark kalkhaltige Sandstrand bei uns frisst Icarex förmlich auf :L ). Die Präzision ist bei diesem Drachen ist eher das Resultat des sehr weit nach Aussen verlegten Waagepunktes und den geraden Leitkanten, dazu kommt die nicht ganz unerhebliche Tiefe des Segels. Das ist auch der Grund, warum der Backflipp und das Einwickeln recht ausladende Bewegungen braucht.
    Die erste Version dieses Drachens hatte sogar noch eine ordentlich schnatternde Schleppkante, die den Drachen noch präziser machte. Präzision und Tricks? Man kann eben nicht alles haben. ;)

    Salut Erik,


    Ja genau so isses. Und zu jedem Datum kann die gesammte Seite mit "Lire la suite" geöffnet werden. Das ist auch nötig, um die Pläne einzusehen.
    Dazu kann dann auch jeder seinen Kommentar abgeben oder Ideen einbringen. Man könnte das also als einen interaktiven Bauplan bezeichnen, da sich die Sache ständig weiterentwickelt und man so immer über den neusten Stand der Dinge informiert ist, oder selbst daran teilnimmt.


    Zitat

    Falls Ihr ein Interesse daran habt bin ich jederzeit bereit den Drachen CAD-mäßig zu bearbeiten und downloadbare Pläne daraus herzustellen


    Ich meine schon, das geht in Ordnung. Trotzdem werde ich erst einmal bei Raphael nachfragen, schon um zu wissen, ob der Blog noch aktuell ist.

    Salut,


    Für alle, die sich schon mal gefragt haben, ob ein Trickser auch wirklich Präzision besitzen kann:


    Klick mal


    Die Videos sind nicht sehr aussagekräftig. Ich habe diesen Drachen jedoch geflogen und bin sehr überrascht gewesen: Einwandfreie Geraden und knackige Ecken ohne Wackler. Saubere, gut kontrollierbare Kreisbahnen mit sehr geringem Höhenverlust.Und hat man sich an die etwas ausladenden Bewegungen gewöhnt, lassen sich alle gängigen Tricks ausführen.

    Einziges B-Moll: Der Blog ist auf Französisch. Man muss also entweder ein wenig Französisch können, oder erfahrener Drachenbauer, denn die die Pläne sind auch so gut zu verstehen.
    Wenn sich jemand entschliesst diesen Drachen nachzubauen und Fragen zum Bauplan hat, kann er sich auch gerne an mich wenden.

    Wer wird denn gleich in die Luft gehen...
    ;)
    Ich würde es trotzdem noch einmal versuchen.
    Also die Fadenspannung der Naht hat mit der Verbogenen Feder eigentlich wenig zu tun.
    Da musst du nur einmal die Unterfadenspannung richtig einstellen und dann den Oberfaden darauf abstimmen. Wenn es nur an der Fadenspannung, (also entweder Ober- oder Unterfaden der nicht glatt anliegt) liegt, ist das schon einfach zu beheben. Schlimmer ist, wenn Stiche ausgelassen werden, dann muss die Stellung des Unterfadengehäuses justiert werden.

    Salut Helmut,


    Zitat

    Die meisten Messuhren scheinen mit etwa 1N auf das Messobjekt zu drücken


    Ja, das ist bei mir, wie bei Shawn berücksichtigt. Die Messuhr wird manuell angetastet im Ausgangszustand und mit Gewicht, sodas die Federkraft nicht mit in die Messungen eingeht. Daher hatte ich geschrieben, dass ich die angegebene Genauigkeit von 0.001" bezweifele; das ist beim manuellen Antasten nicht möglich. Trotzdem bleibt die Genauigkeit bei -+0.05mm, was wirklich ausreichend ist. Sicherlich sind sind die Unterschiede nicht auf Messfehler zurückzuführen, da ich sie jederzeit reproduzieren kann. Wahrscheinlich gibt es noch Unterschiede im Messverfahren. Ich hätte trotzdem gerne gewusst, ob Shawn ähnlich grosse Abweichungen bei gleichen Stäben hatte. Hat jemand Kontakt mit Ihm, oder kann das erfragen? Ich gebe zu, das meine Englischkenntnisse etwas bescheiden sind, um das ausführlich zu erläutern.

    Salut Bernd,


    Also verzichten solltest du auf die Feder nicht, sie sorgt dafür, das der Faden beim Eintauchen der Nadel unter Spannung bleibt. Das ist schon wichtig.


    Zitat

    schau Dir das mal bei anderen Maschinen an


    Das rate ich auch. Vielleicht kriegst du den wieder richtig hingebogen, dabei muss nicht unbedingt die Orginalform bei rauskommen, Hauptsache die Fadenspannung wird wiederhergestellt.(Aber auch nicht zuviel Spannung draufgeben.)
    Manchmal passen auch Federn anderer Fabrikate.

    Salut Thomas,


    Zitat

    Ich will sagen, machen wenige mm wirklich was aus? Oder merkt man die später gar
    nicht? Was ist ein akzeptabler Toleranzbereich


    Wie üblich, gibt es da keine generell gültige Antwort. Das kommt ganz darauf an, was du dir nähen willst. 2-3mm bei einem 2,5m Drachen sind sicherlich nicht viel. Für einen kleinen Flitzer kann das aber schon eine entscheidene Abweichung in den Flugeigenschaften bedeuten.


    Zitat

    So genau kannst du eh nicht nähen


    Stimmt, als Anfänger wird man sicherlich nicht gleich auf 1mm genau nähen können.
    Um so wichtiger ist es deshalb, möglichst viele Fehlerquellen von vornherein auszuschalten.
    Hast du 2mm im Plan zuviel, und beim Zuschneiden legst du noch mal 2mm drauf und noch 2 beim Nähen bist du schon bei 6mm. Das ist auch für einen Full-Size schon viel. 2-3mm zuviel bei einer Naht im Bereich der Drachennase gibt schon ein Profil, was unter Umständen negativ auf die Flugeigenschaften wirkt.
    Also beim Plan und beim Zuschnitt so genau wie möglich arbeiten, das vereinfacht auch die Näharbeit. Abweichungen von den Orginalmassen des Plans von 2-3mm sind weniger schlimm als Unterschiede in der Symetrie des Drachens.


    Ich selbst fertige Schablonen nur mit Hilfe von x-y-Koordinaten und Radien an, die ich mit dem Pc erstelle. Damit kann dann auch jede beliebige Skalierung erzeugt werden.
    Die Koordinaten werden dann einfach auf die Pappe übertragen.

    Salut Tobias,


    Ich selbst habe keinen Blackbird, würde aber sagen, das die UQS dem Standartmass 82,5 entspricht, da hier meist gewickelte Stäbe verwendet sind. Die Präzision beim Blackbird kann auch noch verbessert werden, wenn die UQSen um 1-1,5cm gekürzt werden. Dann muss auch die OQS angepasst werden, so das die Leitkante unbedingt gerade, im Flug sogar ein wenig nach Innen gebogen erscheint. Die Standoffs passt du dann einfach mit den eingesetzten UQSen an. Sie sollten möglichst weich sein z.B. 2,5mm gewickeltes Glasfieber und im eingebautem Zustand leicht durchgebogen, wie es schön auf deinem Bild zu sehen ist. Nur dann ist eine gleichmässige Spannung auf das Segel gewährleistet.

    Die Aluhülse kann auch durch Oxidation festgegammelt sein, dann kannst du es mit ein wenig Krichöl versuchen. Aber Erwärmen ist schon ganz gut. Nur halt vorsichtig mit der Temperatur.

    Salut Helmut,


    Also die stiffness.XML kann ich jetzt einsehen. Nur eintragen kann ich nicht, da ich kein Excel habe, nur einen Excel-Viewer (unglaublich ,aber wahr :) ).
    Ich geb dir die Daten mal so runter.


    Gemessen habe ich mit 0.907kg bei 660.4mm Abstand der Auflage. Der Versuchstand ist gleich dem von Shawn. Die Auslenkungen sind: (Liste ist noch nicht vollständig)


    5PT - 8,8mm
    7P - 4,35mm (Mittelwert)
    G-Force UL - 9mm (Mittelwert)
    G-Force STD - 7,52mm (Mittelwert)
    Aerostuff Red - 12,7mm
    Aerostuff Blue - 10mm
    Excel Extrem 6 - 8,51mm (Mittelwert)
    Excel Cruise 6 - 9,53 (Mittelwert)
    Structil 5,9 - 9,6 (Mittelwert)


    Zur Messung: Bei diesem Aufbau liegt der mögliche Messfehler unter 0,1mm. Die von Shawn angegebenen 0.001" (0.025mm) sind meines erachtens nicht möglich, da beim manuellen Antasten
    mit der Messuhr nicht im hundertstel Bereich genau gearbeitet werden kann. Anyway, Messungen im Zehntelbereich sind ausreichend genau. Zumal die Streuung bei den Ergebnissen schon relativ hoch sind. (Versuch mal mehrere Stäbe der gleichen Referenz zu messen.)


    Eine Abweichung von 6% erscheint mir auch schon sehr hoch, das können ja dann schon mehr als 5 zehntel mm sein. Bei so nah aneinander liegenden Ergebnissen können sich dann manche überschneiden. Und wie schon erwähnt sind die Unterschiede bei einer Stabsorte schon sehr gross.
    Z.B.: Excel Cruise 9,3/10/9,35/9,5

    Salut,


    Fazit:
    Es ist schon ein wenig ernüchternd. Die ganze Messerei führt zu wenig Ergebnis. :-/
    1. Bei genauerem Abgleich mit der Tabelle von Shawn habe ich festgestellt, das ich auch nicht viel mehr an Stäben zusammenkriege, ausser Aero-Stuff Blau, Rot und Weiss, die aber, wenn ich mich nicht irre, nicht im Handel erhältlich sind.
    2. Die Messungen von Shawn stimmen nicht mit meinen überein, trotz genauer Reproduktion der Messeinrichtung bekomme ich andere Werte. Zwar liegen die grundsätzlich über den Werten von Shawn, haben aber jeweils unterschiedliche Differenzen, kann also nicht an einem Unterschied in der Messmethode liegen.
    3. Es lässt sich jedoch feststellen, dass es für dieselbe Stabreferenz eine relativ hohe Toleranz gibt, bis zu 0,2mm. Die Werte von Shawn sind, wie ich annehme Mittelwerte mehrerer Messungen (er verwendete 12 Stäbe pro Referenz, wenn ich richtig verstanden habe). Ich habe maximal 4 pro Stab-Referenz gemessen. Trotzdem keine Übereinstimmung.
    Eine solche Streuung ist natürlich schon bedenklich, denn übertragen auf die Ergebnisse der Tabelle kann das im schlimmsten Fall bedeuten, dass z.B. ein guter G-Force SUL auf den gleichen Wert wie ein schlechter G-Force STD kommt. Der Unterschied ist dann nur noch das Gewicht der Beiden.
    @ Helmut
    Leider kann ich deine Tabelle nicht öffnen. Weiss auch nicht warum. Hast du ähnliche Abweichungen feststellen können. Und hast du auch mehrere Stäbe der gleichen Referenz gemessen?