ich kann den Ausführungen von Kevin-Nils durchaus beipflichten.
An der See flog ich ihn bei gemessenen 7-8 bft.; er hat es überstanden, doch das Flügelschlagen ist halt nervig und verkürzt so die Flugdauer. Den Druck würde man werbetechnisch als moderat bezeichnen, für mein Empfinden (73 kg) erstaunlich wenig. Eine JoJo - Matte oder der Pure (beide in meinem Besitz) verlangen bei diesem Wind einen anderen Respekt und evtl. ein Rutschleder.
Im Binnenland und mittleren Windstärken gibt sich der Jetstream fast wie ein schöner Allrounder, nie richtig schnell, aber auch nicht langsam. Wer es kann, wird ihm den ein oder anderen Trick entlocken. Für den angebotenen Preis und speziell für Anfänger eine runde Sache. Kurzum ist der Drachen eine schöne Ergänzung meiner "Sammlung", der mich jedoch ohne diesen Hintergrund auf Dauer eher langweilen würde...
Beiträge von Finn
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@ Simon,
nachdem ich den JetStream besitze und ihn mittlerweile in verschiedensten Situationen geflogen bin, deckt sich Deine Beschreibung mit meinen Erfahrungen. Anselms Tipp ist sicher richtig, jedoch ist der JetStream - je nachdem, was Du sonst noch Dein Eigentum nennst - eher(?) bzw. sicher(!) kein Powerkite. Wie in anderen Threads beschrieben (Suchfunktion), ist er für langes stressfreies Fliegen geeignet...
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@ Garfield,
wie oben bereits erwähnt und nach eigenen letztlich kostspieligen Fehlversuchen mit diesen angedachten Varianten, würde ich Dir von dem Alutest abraten:
1.) Unter Last oder plötzlichem Druck biegt Alu sich leichter als eine Original - Innenmuffe aus CFK. Folge: Ein neuer Stab wird fällig, da die Muffe und der Stab verklebt sind.
2.) Alu als Außenmuffe reibt den Stab an den Übergängen zur Muffe langsam aber sicher auf und er bricht dann nach einiger Zeit an dieser Stelle. Folge: Siehe 1.)
3.) Ein "Füttern" des Skyshark mit z.B. Alu an den Stabenden, um den Stress von 2.) zu vermeiden, bringt u.U. einen kleinen Zeitgewinn, löst jedoch das Problem nicht, da zu der einen Schwachstelle eine weitere hinzugefügt wird (Ende der Alufütterung/des Alustabes). -
das Originalgestänge ist ein sicherer und damit berechtigter Tipp, zumal es das Flugverhalten ändert.
Aber: Neben dem Originalgestänge fliegen bei mir auch P300 und Dynamic D20 Gestänge als Leitkante im Shockwave ohne Probleme; und ich genieße bisweilen den geringeren Druck und die Leichtwindfähigkeiten. Gleichwohl testete ich das "billige" Gestänge bei gemessenen 6bft an der Nordsee.... ohne Bruch!
Deshalb folgende Tipps:
1.) Innenmuffe aus CFK - Material (nicht Alu, das verbiegt sich und nicht 6mm - Stab) mit Zwei-Komponentenkleber einkleben.
2.) Die Kanten mit mindestens 3 cm breitem glasfaserverstärktem Tape 2-3 Mal umwickeln.
3.) Die Leitkante durch einen weiteren Waageschenkel am zweiten Längsstab entlasten. Evtl. den Waageschenkel mit Knotenschnur versehen, um verschiedene Einstellungen testen zu können, denn auch diese Kur wirkt sich (positiv) auf das Steuerverhalten aus.Nun also viel Spaß und wie gesagt: Es geht auch mit einer "kleineren Nummer"....
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@barc,
das mit der Matte kommt von ganz alleine als Folge eines gemeinen Virus, dem schon viele erlegen sind (siehe Umfrage "Wieviel Zweileiner..."). Ich besitze den WSO und denke, dass er gerade im Binnenland eine breite Palette von Möglichkeiten bietet (Schönfliegen und Trick). Der Topas (besitzt ein Freund) geht im Windbereich "höher" und schaltet dann (für seine Größe) den Kraft- Turbo ein, während der WSO immer gediegen seine Bahnen zieht. Mein Tipp: Erst den Topas, dann viel Spaß an der Atlantikküste und warten .... Der Stress kommt hinterher!
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zu 2) wird in der nächsten beruflichen Verschnaufpause erledigt...
zu 1) Meine ersten Versuche flog ich mit einer Shockwave - "Lightversion" (Dynamic 20) und erlebte einen klaren Unterschied. Mein aktueller SLE - Shockwave (mit je 3 Längsstreben - höhere Segelspannung; klasse Rückwärtsflug; allerdings mehr Masse und dadurch etwas geringere Rotationsgeschw.) liegt so wie ein "Brett" - ich weiß, man mag es oder nicht!
Gruß
Peter
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@ Michael,
1.) mein Eindruck mit dem zweitem Waagepunkt an der SLE-Leitkante (allerdings beim Shockwave) ist eine größere Präzision (insbesondere auch bei böigem Wind); deshalb statte ich die Modelle mittlerweile immer so aus.
2.) Die "spanische Waage" habe ich erst als Skizze abgespeichert; mir ist noch nicht klar, wie der mittlere Waagepunkt zu knüpfen ist. Wird die Waage direkt an die Leitkante oder über das etwa 7 cm lange Zwischenstück deines Originalplans befestigt? (Anm.: Ich verwende hierfür eine Knotenleiter, um die Trimmung zu verändern - auch diese Unterschiede sind deutlich spürbar)
Gruß
Peter
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Hallo Michael,
gratuliere zu dem gelungenen Versuch. Wenn ich mir das Bild betrachte und mich an die unlängst geführte euphorische Diskussion über die "spanische" Waagenkonstruktion erinnnere, stellt sich natürlich die Frage, ob in diese Richtung weitere Experimente geplant sind; konkret: Weiterer Waagenpunkt an der Leitkante (fliege ich an meinen Modellen sehr gerne) - evtl. Abspannung am zweiten Längsstab?Gruß
Peter
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Hallo Thilo,
vor gut einem Jahr sah ich den Wazo in der Nähe von Ludwigshafen/Rh. ... und durfte ihn auch fliegen. Bei mittlerem Wind (etwa 3bft?) "flatterten" die Enden tatsächlich wie der Flügelschlag eines Vogels. Sah lustig aus. Bei der Steuerung werden alle Zugleinen zu einer Leine vereint, während es zwei Bremsleinen gibt. Wer einen Vierleiner fliegen kann, wird wohl keine Probleme mit dem Wazo haben; allerdings ist die Steuersymmetrie anders (für mich am ehesten mit "weniger harmonisch" zu umschreiben). Das Flugverhalten ist größenbedingt träger als bei einem Rev, macht aber Spaß. Beim Bauen - so erzählte mir der Hersteller- ist vor allem die Waage die Achillesferse (viel Material; exakte Ablängung). Für Drachenfeste absolut eine Bereicherung; vielleicht auch als Pausenflug an einem Rev-Nachmittag. Insofern aus meiner Sicht empfehlenswert.
Gruß
Peter
- Editiert von Finn am 31.10.2002, 14:09 -