Beiträge von Butcher

    Hallo Abraxas-Freunde,


    ich besitze seit 2004/2005 ein komplettes Abraxas-Set, damals natürlich noch von Cavaliers du Ciel gefertigt. Dass Paul jetzt schon die Baupläne seines Raben frei gibt ist eine absolute Bereicherung für Selbstbauer, denn der Abraxas ist in seiner Trickability immer noch vollkommen Up-to-date. Trotz aller Euphorie will ich hier offen ansprechen, dass die Abraxen bei bestimmten Moves schon ein bisschen eigenwillig sind. Stellt der Pilot sich aber darauf ein, tunt noch ein wenig hier und da auf seinen eigenen Flugstil hin, fluppt dann aber doch ALLES.


    Heute poste ich hier, weil ich zwei Anliegen habe. Eines in eigener Sache, eines für die Selbstbauer und alle Abraxas–Piloten.


    Erstens möchte ich allen Selbstbauern, bzw. denen, die hier und auf Snapstall.de Bilder ihrer Abraxen eingestellt/zur Verfügung gestellt haben, ein großes Kompliment aussprechen. Es sind einige Designs dabei, mit denen ich den Abraxas noch einmal kaufen würde.


    Zweitens möchte ich den Selbstbauern ganz dringend raten, Pauls Empfehlungen für Bestabung und Fittings unbedingt zu folgen. Der Mann weiß, warum er welche Teile an den Abraxen verwendet hat. Immerhin hat er über zwei Jahre getüftelt, bis er den Abraxas für reif befand, sich mit der Konkurrenz auf dem kommerziellen Markt zu messen.


    Ich will Euch erklären, warum ich die "Original-Bestückung" der Abraxen so vehement verfechte.


    An meinem Abraxas STD war das FSD-Kreuz der unteren Querspreizen ausgenuddelt, der 6er Kielstab schien Materialermüdung zu haben, er bog sich ziemlich durch. Angescheuerte Waageschenkel mussten ausgewechselt werden. Für die sperrigen und schmutzanfälligen (Sand ;-() FSD-Kreuze gibt es heute KISSL-Ersatz (Keep It Small, Simple and Light :-O ). Also Zeit für Erneuerungen und davon gleich mehrere in einem Abwasch. So dachte ich. Ich dachte nicht daran, VOR den Maßnahmen mal Paul um seine Meinung zu fragen.


    Als neuen Kielstab einen konischen AVIA G-Force-Std-Stab genommen, als Querspreizeverbinder den schlichten Kreuzblock von FSD eingebaut (ein T-Center von Skyshark stand zur Option). Optisch war ich zufrieden. Ach ja, die Waagemaße wurden nach Pauls letztem Vorschlag geändert, also längerer Innenschenkel, kürzerer äußerer Schenkel.


    Beim ersten Ausflug kam dann schnell das Zähneknirschen. Ein Parademove des Abraxas, der Backflip, kam nicht mehr leicht und spontan. Es sah aus als quälte sich der Drachen schwerfällig in ihn hinein. Der Backspin kam total eierig daher. Er war auch nicht mehr flach. Der Drachen senkte die Nase tief nach unten. Aus dem 540er schmierte der Drachen während der Rotation seitlich raus. Pfui Deibel, dass war nicht mehr der Abraxas wie vorher. Und ich hatte ein Riesenproblem. Ich hatte mehrere Veränderungen auf einmal am Drachen vorgenommen :logo:.


    Ich habe mir erspart, die Umbauschritte einzeln zurückzugehen, und gleich Paul kontaktiert. Ergebnis: den Drachen mit den original Bauteilen bestückt, und er fliegt so fantastisch wie vorher :H: :H: . Das FSD-Kreuz ist ein sehr wichtiges Fitting am Abraxas, welches der Kiel-Querspreizenverbindung die dort notwendige Steifigkeit gibt.


    Am SUL habe ich das so genannte Tsunami-Kreuz montiert. Seitdem macht der SUL partout keine One-Pop-Yoyos mehr. Also kommt auch dort das FSD-Kreuz wieder dran.


    Die Waagemaße habe ich nach einigen Flügen ebenfalls auf die alten Längen gesetzt. Mit den neueren Maßen verliert der Abraxas einen Teil Agilität. Aber das gehört in die Kategorie "eigene Vorlieben und Flugstil".


    Fazit: Never change a running system... ;)


    BTW: ich fliege den Abraxas Std mit 7 - 10 g Gewicht am Kielende, je nach Wind. Rollbars a là Deep Space bringen mächtig Vorteile beim Wickeln. Und am liebsten fliege ich den Abraxas Std. wenn schon das Vorsegel nötig ist (siehe auch die Bemerkung von MaPe zum Vorsegel, und Paul selbst in der Abraxas-FAQ auf snapstall.de). Dann sind auch die Eigenarten des Abraxas außer Kraft gesetzt und man kann ihn wirklich durch jeden Trick oder Kombi "prügeln" :-O .


    Viele Grüsse, Jürgen

    Hallo Ingo,


    Zitat

    von Ingo:
    Ich habe in der K&F den Bauplan für den Leopold (Poldi) gesehen und mich gefragt, ob jemand diesen Drachen schon mal für den Outdooreinsatz gebaut hat


    Vor ein paar Jahren herrschte bei der DM in Melle Flaute. Die Stack-Lenkdrachen-Wettbewerbe mussten abgebrochen werden, Einleiner wurden mittels Pkw in die Luft gezogen.


    Da hat, unter anderem, Ralf Elias mit dem Poldi das Publikum mit seinem Indoor-Ballett begeistert, und er ging nicht gerade zimperlich mit dem Drachen um... ;)


    Also, bauen, und bei Nullwind ruhig auf die Wiese damit. Meinen Amazing habe ich auch nur Outdoor geflogen. Indoor kann ich nämlich gar nicht... :-O


    Grüsse, Jürgen

    Zitat

    Also ne Mischung aus Nirvana und JJF - das ist mir gelungen.


    Mein Traumziel: Minimierung des Drachenbestandes auf vier Stück (SUL - Vented).

    Ist auch ein Superargument für meine interne Kassenrevisorin.
    Der Dialog hört sich dann ungefähr so an:
    "Schätzelein, ich habe mich nach langem Überlegen entschlossen, alle Drachen zu verkaufen". (mit etwas gequältem Gesichtsausdruck und Leiden in der Stimme)


    "Warum dass denn auf einmal? Gibst du das Hobby auf". (mit einem hoffnungsvollen Leuchten in den Augen)


    "Um von dem Erlös vier andere zu kaufen - dass ist dann aber wirklich das letzte Mal..." (mit einer Schwurhand unterstreichend:-D)


    Bravo Jens :H::H::H: Da haben wir beide außer hochwertigen Rauchwaren und Spirituosen ja noch etwas gemeinsam ;)


    Grüsse, Jürgen
    - Editiert von butcher am 28.02.2008, 07:40 -

    So, das 20mm-Differenz-Rätsel ist gelöst, und, wie kann es anders sein bei meiner allgemeinen Dusseligkeit ;) - die Lösung ist ganz profan. Aber der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail.


    Gestern habe ich mir beide Drachen noch mal genau angesehen und die von Euch vorgeschlagenen Check-Ups vorgenommen. Dabei ist mir dann aufgefallen, was ich bis dahin regelrecht übersehen hatte, sicher deshalb, weil ich es gar nicht in Betracht gezogen hatte (was man ausschließt, braucht ja nicht überprüft zu werden :-O).


    Bei dem von mir montierten Drachen sind die oberen Verbinder, wie auf dem Foto zu sehen, von beiden Seiten gegen Verrutschen gestoppt. Bei dem 2007er sind die Verbinder, wie auch allgemein üblich, nur gegen Verrutschen nach unten gestoppt.


    Ihr ahnt schon das Ergebnis. Genau - die Verbinder sind inzwischen so ausgenuddelt, dass sie nach oben rutschen sobald der Drachen komplett aufgebaut ist. Die gekürzte Querspreize zieht die Leitkanten oben zusammen. Die Leitkanten wollen aber ihre ursprüngliche Streckung haben. Durch die (nach oben) "flexiblen" Verbinder gelingt ihnen das auch. Der konische PT 5-Stab unterstützt diesen Vorgang noch. Und schon waren die 2 cm Differenz, sowohl zum Mittelkreuz, als auch zur Nase, nicht mehr vorhanden :L :-O.


    Was habe ich daraus gelernt: Es erfordert eine gehörige Portion Intelligenz, seine eigene Dummheit zu erkennen 8-) (oder eine Forums-Community :H:).


    Danke!


    Grüsse, Jürgen


    - Editiert von butcher am 14.02.2008, 14:07 -

    Matzel und Carsten,


    die Vermutungen und Tipps, auch außerhalb des Forums, verdichten sich jetzt auf die mögliche Verschiedenheit der Verbindergrößen und den Sitz (Tiefe) der Spreizen darin :H:.


    Das werde ich überprüfen (sobald ich mal Zeit dazu habe :-/).


    Grüsse, Jürgen

    Zitat

    vielleicht kann ich Dir ja helfen.


    Aaahh, der Matzel. Hattest heute wohl Berufsschule :D

    Zitat

    Zunächst einmal: es gibt keinerlei Unterschiede was den Segelschnitt anbetrifft.


    Das beruhigt mich.

    Zitat

    Ich lege bei meinen Drachen sehr viel Wert auf Genauigkeit und kann Dich deshalb verstehen.


    :worship: :worship:
    Mit dem Unterschied, dass Du mit (eventuell) asymmetrischen Verbinderpositionen immer noch Deutscher Meister wirst - ich aber, allein mit dem Gedanken an die Möglichkeit, dass an meinem 2008er "was nicht stimmt", nicht mal mehr einen Axel hinkriege :-O

    Zitat

    Jetzt habe ich aber mal eine Frage:
    Du sagst/schreibst ja, dass die oberen Querspreizen beide identisch lang sind, und die oberen Verbinder auf der gleichen Leitkantenposition liegen, richtig?
    Wenn dem so ist, dann kann es sein, dass die Leitkanten unterschiedlich gespannt sind.


    Könnte möglich sein. Ich habe am 2007er noch nie die LK-Abspannung gelöst. Am 2008er habe ich die LK nur soviel gespannt, dass die LK-Tasche ohne Falten ist und die Stäbe unter Spannung stehen, sich aber nicht biegen.

    Zitat

    Noch eine Frage: haben beide Drachen die selben oberen Querspreizen? ich hatte mal ein ähnliches Problem.
    Ich hatte aber im UL eine 5mm Obere Querspreize (welche sich schneller/stärker biegen konnte) und im STD eine P200 Obere Querspreize.


    Beide Drachen haben P200 als obere Querspreize.

    Zitat

    Was anderes fällt mir jetzt so spontan auch nicht ein...


    Viele Puzzleteile ergeben am Schluß ein Ganzes ;)

    Zitat

    Ich kann Dir aber folgendes anbieten: schick mir die beiden einfach mal zu und ich schaue nach ob ich was entdecken kann...


    Das ist sehr großzügig von Dir :H:. Ich werde es als letzte Option annehmen, falls sich hier keine endgültige Klärung ergibt.


    Grüsse, Jürgen
    - Editiert von butcher am 12.02.2008, 16:04 -
    - Editiert von butcher am 12.02.2008, 16:04 -

    Hallo Jens :-),


    Zitat

    a. der 2008er gefällt mir besser.


    Kannst Du mir das noch näher erläutern? Die beiden sind doch farbgleich :D


    Zitat

    b. Du bist 100%ig sicher das die oQs gleich lang sind?


    Ooohhh ja, das bin ich...


    Zitat

    c. würde ich beim 2007 entweder die oQs einkürzen oder tiefer setzen.


    Aha. Du meinst also, der 2008er entspricht eher der "richtigen" Gerüst-Geometrie?


    Zitat

    Ansonsten ... bleibt tatsächlich zu vermuten das der Segelschnitt sich leicht geändert hat ...


    DAS habe ich auch schon in Erwägung gezogen...


    Dir erst mal Danke für die erste Antwort. Mal sehen, was noch so für Meinungen kommen.


    Grüsse, Jürgen

    Hallo, JJF-Fangemeinde,


    Um es mit Bodo Bach zu sagen: "Ich hätt' da mal gern en Problemche..."


    Diese zwei Segel- und Bestabungsgleichen JJF's Standard sind nur auf den ersten Blick identisch...
    - Drachen Bild nicht mehr verfügbar -
    - Drachen Bild nicht mehr verfügbar -

    Der Obere ist ein gebraucht gekaufter "echter" UL gewesen, den ich wie den 2007er eingestabt habe, bis auf die unteren Querspreizen. Da sind PT 5 statt P 200 die drin.


    Der Untere ist eine Neuanschaffung aus 7/2007, ein UL-Segel mit Matzel Mehlers PT 5, P200 usw. -Bestabung für einen Standard (das UL-Segel wegen der Farbkombi).


    Der 2007 angeschaffte Standard ist von Jens Frank himself eingestabt und eingemessen worden. An dem von mir eingestabten Drachen sitzen alle Fittings auf den Millimeter genau dort, wo auch Jens sie hingesetzt hat. Ich meine jetzt speziell die APA-Spreizenverbinder und den FSD-Mittelkreuzblock Kiel/untere Querspreizen.


    Nach dem Aufbau und dem Vergleichen beider Drachen gab es dann gleich erst mal optische Unterschiede :( . Die stärker gebogenen unteren PT 5-Querspreizen und die spitzere und höhere Nase beim 2008er (hat dafür jemand eine Erklärung?). Beim Nachmessen stellte sich dann Verblüffung :-o und Ratlosigkeit :-/ bei mir ein.


    Der Abstand Unterkante obere Querspreize bis zur Oberkante Mittelkreuzblock beträgt beim 2007er Drachen 345 mm, beim 2008er 325 mm. Der Abstand Oberkante obere Querspreize bis zur Nasenspitze weist die entsprechende Differenz auf, nämlich beim 2007er 215 mm, beim 2008er 235 mm. Der Abstand Nasenspitze/Oberkante Mittelkreuzblock beträgt aber bei beiden Drachen 560 mm.


    Jetzt könnt Ihr natürlich daherkommen und (zu Recht) fragen: wo ist Butcher's Problem?
    Er setzt die oberen Verbinder soweit höher, bis diese 2 cm Differenz ausgeglichen sind.



    Das Problem liegt für mich darin, dass bei beiden Drachen die oberen Spreizverbinder bei 330 mm (Mitte Verbinder) von der Stabspitze gemessen liegen, und dann diese 20 mm Differenz auftaucht. Ich verstehe es einfach nicht.
    - Drachen Bild nicht mehr verfügbar -

    Alle anderen Längen- oder Abstandmaße und Bezugspunkte sind bei beiden Drachen absolut identisch, sogar die Spannweite mit jeweils exakt 2,07 m.


    Was meint Ihr? Wirklich einfach die obere Querspreize höher setzen? (Ich bin nämlich der Ansicht, dass so ein High-End-Trickdrachen wie ein Rennauto sind. Kleinste Eingriffe oder Veränderungungen in Motortechnik und Fahrwerkabstimmung verändern sofort Leistung und Fahrverhalten. Bei Drachen siedele ich diese Eingriffe durchaus im +/-5 mm-Bereich an.)


    à propos:
    Wo ist eigentlich der exakte Sitz der Yoyo-Stopper? 54 cm oder 53 cm von der Nase gemessen? (bzw. 3,5/2,5 cm von der Oberkante Mittelkreuzblock gemessen?) Außerdem sitzen (saßen) die Yoyo-Stopper bei beiden Drachen jeweils um 1 cm höhenversetzt auf den Leitkanten.


    Schon mal vielen Dank.


    Grüsse, Jürgen
    - Editiert von butcher am 12.02.2008, 08:17 -
    - Editiert von butcher am 12.02.2008, 08:20 -
    - Editiert von butcher am 12.02.2008, 13:51 -

    Zitat

    [size=8]von Schmendrick:[size=8]
    Butcher hat einen recht schönen Vergleich von vielen Kites geschrieben, leider nicht im Artikelboard.


    Na dann kann den Artikel ja mal ein Admi ins Artikelboard verschieben. Ich bitte darum... ;)


    Grüsse, Jürgen

    Zitat

    von André:
    Mein Tip: Verbaue die PT7 lieber als untere QS. Die alten unteren QS aus P300 würde ich zusammen mit den neuen P300 in die Leitkante einsetzen. Die Stäbe müssen nicht gesägt werden, zwei P300 gemufft ergeben Deine LK-Länge von 165cm.


    Thomas,


    und genau so würde ich es auch machen. Ein konischer Stab im unteren Teil der LK macht keinen Sinn. Auch wenn PT7 und P300 gewichtsgleich sind, so ist der PT-Stab am dünneren Ende weicher. Für die Schwungmassen-Verteilung ist die umgekehrte Anwendung von oben konisch, unten gerade, viel geeigneter.


    Die Wiederverwendung der 6er Splitkappen ist auch kein Argument:

    Zitat

    [/size]von André:[/size]
    Klebe etwa 10cm 6mm-Rohr in die Splitkappen. Das ganze wird einfach unten in die P300 am LK-Ende geschoben.


    Grüsse, Jürgen

    @all


    erst mal ein dickes Dankeschön für die positiven Feedbacks zu meinem Flug..., ähm, na ja, ist ja schon eher ein "Erlebnisbericht" :-O


    @Thilo

    Zitat

    ...hat sich die Schulter dabei wacker geschlagen , oder tat sie danach weh?


    Die Schulter hat mir in der Tat weh getan. Sie schmerzt immer noch beim Schwimmen :-/ ...und wenn nicht ich am Drachen ziehe (Zappelfliegen), sondern der Drachen an mir ;-).
    Aber die Adrenalin-Ausschüttung hat da sicher einiges an Schmerzen gedämpft :-O


    Grüsse, Jürgen

    ...oder auch: "Trickkiter goes Speed & Power".


    Das war mal eine ganz neue Erfahrung. Na ja, Power nicht. Ein Schulterbruch beim Buggyfahren hatte mich vor 8 Jahren zum Umstieg aufs Tricksen "gezwungen". Aber Speed war mir jetzt neu...und das diese kleinen Teufel powern können hat mich nicht weniger überrascht.


    Jetzt mal von vorn:
    Für meinen letzten Fanö-Urlaub über Weihnachten hatte mir ‚Schmendrick' 7 (!) seiner Speed-Kites ausgeliehen. Das waren


    [/b]S-Kite XS 0,4 (KEWO)
    Vagabond 0,4 se (Konstruktion und Custom-made von Bertram aka 'Nixblicker')
    Toxigen II (Kitehouse)
    Positron, 5 mm-Gestänge (Kites Spit Fire)
    SAS (Forum-Bauplan)
    Racecat (von Mister-"Miracle", Manfred Schmitz, Köln)
    DevilWing 2 (Custom-made by Michael Tiedtke, SpaceKites)[b]


    Die ersten Tage war gar kein bis Säuselwind. Dann kam ein 3er Wind auf, der kurzzeitig in 4 stieg. Toxigen und DevilWing flogen schon, aber eben brav bis langweilig. Nicht sehr aufregend. Erstaunlich aber, wie sauber sie bei dem bisschen Wind flogen. Die anderen Zwerge (da wusste ich noch nicht dass es sich um teuflisch gemeine Giftzwerge handelt) packte ich gar nicht aus.


    Dann kam endlich der sonst so verhasste, jetzt seit Tagen ersehnte, Kachelwind mit 6 – 7 Bft. (45 – 55 km/h) auf.


    Zuerst der S-Kite XS:
    - Drachen Bild nicht mehr verfügbar -
    Schmendrick hatte von ihm geschwärmt, mich aber auch gewarnt. Vorsichtshalber gleich 130er Leinen angelegt. Schwager leistet Starthilfe. Trotz der Windstärke nimmt der Kite nicht sofort Druck auf (die S-Kite-Piloten wissen, was ich meine). Gut, dass mich niemand fotografiert, als er dann plötzlich Druck aufnimmt. Ich muss ziemlich dämlich geguckt haben, und meine Körperhaltung war alles andere als graziös (soweit man mit 100kg überhaupt graziös aussehen kann :-O ). Jedenfalls zieht mich dieses sauschnell umherflitzende Teufelsteil einige Meter über den Strand. Der Versuch, den Kite aus einem Loop nach oben oder wenigstens seitwärts rauszusteuern endet blitzschnell auf dem Boden :-o . Mein Schwager weigert sich den Kite zu übernehmen. Aber gern macht er noch mal den Starthelfer. Diesmal bin ich vorbereitet, aber lange fliege ich nicht. Drei Tage zuvor war ich noch bei "Sahnewind" UL-Trickser geflogen. Das hier ist das krasse Gegenteil. Nach allem, was mir Schmendrick über DevilWing, Toxigen und Vagabond angekündigt hat muss ich mir Kondition und Nerven gut einteilen.


    Beim Vagabond
    - Drachen Bild nicht mehr verfügbar -
    kann ich keinen Unterschied zum S-Kite feststellen (kann das jemand bei 50 km/h?). Ebenfalls sauschnell. Und auch bei ihm sind 120er Leinen nicht oversized. Wieder hinterlasse ich eine Schleifspur im Sand. Der Vagabond bleibt auch bei kritischen Manövern (Spin) stabil im Flug. Kraftvoll und sauber zieht er seine Bahnen und Loops, begleitet von einem Gänsehaut-erzeugenden Fauchen. Hut ab, Bertram für Konstruktion und handwerkliche Ausführung! :H: :H: :H: Ich bekomme eine Ahnung davon, was Deine größeren Vagabonde für Monster sein müssen.


    Mit dem Tiedtke Custum-Made DevilWing2
    - Drachen Bild nicht mehr verfügbar -
    geht's so weiter Auch er zieht mich schnell über den Strand, er fliegt schnell, ich rutsche schnell. Das Düsenjet-Geräusch zeigt mir an, wo er gerade ist, besser gesagt eben noch war. Sein Feedback erinnert mich an meinen Original-Tiedtke Topas-2.2, und der hat noch ein paar Quadratdezimeter Fläche mehr. Auch der DW2 ist so ein Wolf im Schafspelz. Bei Bft. 4 noch Lamm, dann setzt der Tiedtke’sche Turboeffekt ein :O . In 5 km/h-Schritten nimmt Geschwindigkeit und Zugkraft der Teufelsschwinge überproportional zu.


    Dann noch ein letzter Anlauf mit dem Toxi,
    - Drachen Bild nicht mehr verfügbar -
    der mich gleich nach dem Start auch "zum Laufen" bringt aber nicht ganz so einen brutalen Zug entwickelt wie die anderen beiden zuvor. Gut, dass Schmendricks Toxi vollkommen Schwarz ist. So kann das Auge in 35 m Entfernung wenigstens orten, wo der Kite sich gerade befindet. Von der Geschwindigkeit und dem Zug einmal abgesehen, lässt sich der Toxi, wie von Schmendrick angekündigt, sehr kontrolliert und präzise fliegen. 90°-Ecken (ohne Wackeln) bei Bft. 6 !!!! mit einem Speedkite. Aber so schnell habe ich Push-Pull, bzw. Push-Push Handbewegungen noch nie gemacht.


    Das reicht für heute. Ich bin völlig durchgeschwitzt, bei 50 km/h Windgeschwindigkeit und 2 Grad Celsius. Der Windchillfaktor bringt das auf gefühlte 15 Grad Minus.


    Am nächsten Tag hat der Wind etwas nachgelassen, kommt aber böig und schwankt so zwischen gut 4 und gut 6 Bft.


    Jetzt sind die "Süßen Kleinen" dran. Positron, SAS und Racecat. Bei denen hat Schmendrick nicht so daN-starke Leinen angegeben. Dafür was von 100 km/h auf der Geraden. Wie am Vortag habe ich die Drachen schon im Haus zusammengebaut. Auf dem Strand brauche ich sie dann nur noch anleinen. Es sind wieder 2 Grad Lufttemperatur. Da kann man nicht lange ohne Handschuhe rumfummeln. Nach dem Leinen anknoten sind meine Finger bereits steif.


    Was jetzt bei allen drei kommt, lockt mir ein lautes Jauchzen hervor. Gut, dass der Wind nicht immer mit 6 pustet. Die Racecat ist nicht dafür gebaut. Dafür ist sie schon bei 4 höllisch schnell, und bei Loops gibt's auch bei ihr einen Turbo-Effekt, den sie in Geschwindigkeit und ein giftiges Fauchen umsetzt.
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    Auch beim Positron
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    ist der Name Programm. Speed pur. Mit Power dabei wäre ich wohl auch überfordert. Der Posi ist mit den Augen eigentlich nicht zu verfolgen. Man kann nur versuchen ihn im Gesichtfeld links, rechts, oben oder unten zu orten. Wenn er da nicht mehr drin ist, hat man was falsch gemacht, bzw. war zu langsam ;) . Oder man macht Loops und Spins. Da kann man sich wenigstens auf einen Punkt, bwz. eine zischend rotierende Scheibe konzentrieren :-O.


    Und zu guter Letzt noch der SAS.
    - Drachen Bild nicht mehr verfügbar -
    Schmendricks ist von HeinzKetchup gebaut worden. Ausgeschrieben heißt er ja "Speed anti Sleep", und gut "ausgesleept" sollte man wirklich haben, wenn man ihn aus der Tüte lässt. Auch bei ihm Speed pur. Und heute reißen die Teufel wenigstens nicht so an meinen Armen und meinem Körper herum. Wie angenehm. Doch auch "nur" Speed fordert volle Konzentration und gute Nerven. Nach zwei Stunden ist's genug.


    Fazit:
    Aber "goiiil" war"s schon – gestern und heute. Ich werde zwar "hauptamtlich" beim Tricksen bleiben, aber ein oder zwei solcher netten Teilchen werden über kurz oder lang in meiner Tasche landen. Dann hört auch für mich der Drachenspaß nicht bei 4 Bft. auf.


    Ein Riesen-Dankeschön an Schmendrick, der mir mit seiner Großzügigkeit und (blindem :-O) Vertrauen diese Erfahrung möglich gemacht hat. "...mit Speed angefixt" heißt das wohl in der Fachsprache :-O


    Grüsse, Jürgen
    - Editiert von butcher am 23.01.2008, 09:38 -
    - Editiert von butcher am 23.01.2008, 10:31 -

    Zitat

    von Gimicx
    Der Phyton sorry duck und wech


    OK, der habe ich jetzt gelernt, aber bei Python bleibe ich... :D
    (hatte bei "Diese" wohl einfach das "r" vergessen ;) )


    Grüsse, Jürgen

    Moin,


    also, wer selbst baut, keine gekauften Abraxen hat, und es wissen will:


    der Standoff-Abstand für einen extrem radikalen Abraxas, also äußerer Standoff auf die innere Position:-O, beträgt 135 mm (gemessen von Lochmitte zu Lochmitte).


    Grüsse, Jürgen

    Zitat

    Ich möchte nur wissen - ohne den ausgedruckten Plan über meinen aufgebauten Abraxas legen zu müssen, welche der beiden segelseitigen äusseren Stand-Off-Aufnahmen des Original-Abraxasa der eine im Bauplan entspricht.
    Ihr bringt mich zum
    Alles wird gut


    Sag' das doch gleich :-O


    Mir war nicht klar, dass auf dem Bauplan nur eine Position verzeichnet ist :(
    Aber ich messe es heute Abend nach. Wahrscheinlich wirst Du die Antwort aber heute noch hier erhalten. Mal sehen wer Erster ist ;)


    Grüsse, Jürgen

    Zitat

    von Ingo:
    Hallo Paul!
    Leider weiss ich jetzt noch immer nicht, welche "Deine" Position der stand-Offs ist ...


    Aber da Du ansprichst Sie nie versetzt zu haben, denke ich dass der Auslieferungszustand so aussah, dass die äusseren Stand-Offs auch in dem äusseren Loch angebracht waren...


    Hi Ingo,


    nun fangt doch erst mal an zu bauen :-O
    Wir sollten Paul nicht jetzt schon mit Detailfragen "verheizen", die erst viel später relevant werden ;)
    Es werden sicher unzählige Fragen während des Bastelns auftauchen, und Pauls persönliches Abraxas-Tuning ist ja nur eine Variante.
    Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was bei Euch Selbstbauern während des "Workshops" so an eigenen Detaillösungen eingebracht wird. Da könnten sich für mich, als Besitzer von vier "Konfektions"-Abraxen, auch neue Anregungen auftun.


    Ingo
    bei meinen Abraxen habe ich die äußeren Standoffs nach anfänglichem Herumprobieren in die äußere Position montiert, und seit 3 Jahren nicht mehr verändert ;) Sind sie in der "inneren" Position ist der Abraxas wirklich ein radikaler Freestyler, der mir so zu eierig und schwammig war (OK, wer's so will :) ).
    In der äußeren Position kommt dann auch das Quentchen Präzision und "Leinenfeedback" dazu, die ich brauche, wohlgemerkt: ohne das die Trickfähigkeit dabei leidet.


    Am Kielende haben meine Abraxen z.B. viel mehr Gewicht als die von Paul, usw., usw...


    Grüsse, Jürgen

    Zitat

    von Erik:
    Anthrazit 033, Grau 032, Weiss 031, Blau 046.


    Salut Erik,
    ja Deiner ;)
    bei dem von Drachensteiger bin ich mir beim Blau nicht sicher. Könnte auch Blau Nr. 45 sein, also das hellste Blau bei Icarex (Türkis). Tim B. hat aber auch Nr. 46 benutzt.
    Wie Michael schon sagt, beim Gemini hat Tim sich nach Tagesform für die Farben entschieden :D


    Drachensteiger
    ist aber grundsätzlich kein Problem.
    Du kannst Dir bei Benson direkt den Gemini mit deinen Farbwünschen anfertigen lassen - allerdings mit einem "kleinen" Preisaufschlag :L


    Grüsse, Jürgen