Hallo,
ich habe mir nachdem ich in diesem Thread gelesen habe, eine Magma II 1,5 zugelegt. Kurz darauf war ich in Cuxhaven. Dort hatte ich auch gleich 2 stürmische Tage mit 26 bis 34 Knoten (laut Windfinder). Ich habe es geschafft, die Matte am Starnd auszubreiten, habe massenweise Sand auf die untere Kante geschaufelt. Die Leinen habe ich abgewickelt. Ich wollte es versuche, die Matte am Windfensterrand zu starten, leicht an den Handles gezuckt und die Matte stand gefüllt und wollte los. Nochmal die Hose hoch gezogen, durchgeatmet und erneut an den Leinen gezuckt. Die Matte wollte sofort in die Powerzone, ich konnte gerade eben noch in den Zenit steuern, bin bestimmt 10 Meter hinter dem Kite her gelaufen, loslassen wollte ich nicht. Das war eine Sache von wenigen Sekunden. Beim kleinsten Versuch, die Matte irgendwie zu steuern, hat die Kleine extrem schnell reagiert und fing für mich unkontrollierbar an zu kreisen. Ein kontrolliertes Landen und einpacken war nicht möglich, ausserdem hatte ich keinen Helfer dabei. Also habe ich die Matte "irgendwie" in die Abgrenzungen der Starndbereiche, also die bekannten Reisigbüschel navigiert, dort hat sich die Matte verfangen, das war Sinn der Übung. Wieder zu Hause angekommen habe ich ca. eine Stunde lang meine Fähigkeiten im Leinen entwirren geschärft.
Die Einstellung der Wage hatte ich auf der mittleren Position, das nächste mal werde ich es wohl eher mal bei 17 bis 18 Knoten ausprobieren und die Waage vorher auf den Sturmmodus knoten.
Zu dem Szenario muss ich sagen, dass ich Anfänger bin, fliege erst seit ca. einem Jahr und das auch nur im Urlaub für einige Stunden. Dabei sind aber bis jetzt bestimmt 30 bis 40 Stunden zusammen gekommen. Ich fliege die Matten auch nur im Stehen, habe kein Board und keinen Buggy.
Angefangen habe ich mit einer Crossfire 2.4, habe dann eine Speedy II 3,2 und zuletzt die Magma II 1,5 gekauft.
Ich hatte schon unheimlichen Respekt, die Magma II 1,5 bei den 26 bis 34 Knoten auszupacken und das im Nachhinein nicht grundlos. Aber es hat auch etwas Gutes, das Material hat es überlebt, ich bin um eine Erfahrung reicher und ich bin auch nicht zu Schaden gekommen. Die restlichen Tage des Urlaubs war kaum Wind, so hatte ich wenigstens etwas zu erzählen. 
Ich schließe mich nun meinen Vorredner an, bei wirklichen Sturm, also 9 bft setze ich mich lieber irgendwo geschützt hin und trainiere meine Leber, anstatt draußen mein Leben zu riskieren.
Meine Hochachtung an Jeden, der seine Matte bei diesen Windstärken beherscht!!
Nachdem ich die Kleine Magma neulich auf schwachen Wind eingestellt habe , habe ich mich schon gewundert, wie druckvoll sie schon bei 12 Konten sein kann. Besonders interessant finde ich, wie flink sie ist, denn meine größeren Matten sind viel träger. Wenn ich die Waage bei den 12 Knoten auf stärkeren Wind einstelle baut sie dagegen kaum Zug auf. Ich freue mich bereits auf den nächsten Urlaub in Cuxhaven, muss bis dahin noch 4 Wochen durchhalten.
viele Grüße
Christian