Ich arbeite in meinen Kites mit allen oben genannten Tuchsorten.
Durch die verschiedenen Kites habe ich da auch schon einige Erfahrung sammeln können.
Für große Kites nehme ich kein reines Polyestertuch mehr. Roman (Entwickler des ASK) und ich haben jeder einen ASK 220 aus dem Contender MK70 p gebaut. Schon zigmal im ASK bei Größen bis 175 cm verarbeitet von Roman. Auf dem ASK Workshop auch von allen Teilnehmern.
Bei den kleinen Kites ist das Tuch für z.B. den ASK, meine erste Wahl. Im großen ASK, ist für das Tuch aber die minimale Dehnung kontraproduktiv. Sowohl Roman und mir, ist das Tuch im Flug oder bei der Landung geplatzt.
Impulse, die bei einer Böe oder einem etwas härteren Stoß durch die Landung entstehen, kann das Tuch nicht auffangen und platzt komplett auf. Impulsive Belastung verzeiht der Stoff leider nicht.
In kleinen Kites verwende ich das MK70p nach wie vor sehr gerne, aktuell ist es in den beiden Prototypen vom Corax verbaut. Da ist es ein Toptuch, das keine Probleme bereit.
Wenig Gewicht, sehr dehnungsarm und Feuchtigkeitsunempfindlich,um nur mal kurz die Tucheigenschaften zu definieren.
Auszug aus der Tabelle von Contender(Quelle:https://www.contendersailcloth.com/de/product/maxikote/)
MAXIKOTE
Diagonalfestigkeit 10 von 10
Dehnfestigkeit (modulus) 10 von 10
Bruchfestigkeit 5,5 von 10
Reißfestigkeit 5,5 von 10
Luftdurchlässigkeit 10 von 10
Wasserabweisende Wirkung 8,7 von 10
Die Nylontücher von Contender, Polyant und/oder Bainbridge verwende ich sehr häufig in meinen Spinnaker Kites. Da ist bisher nie ein Platzen des Tuches entstanden. Falls eine Beschädigung entstand, riß das Tuch nicht bis auf ganzer Länge durch.
Wie Jörg schon sagte, von Liquid, Armagonzo , Berserk, Lockdown, Virage, oder Schantalle (als Beispielkites genannt), wir setzen Tücher mit unterschiedlichen Qualitäten, Gewichten und Eigenschaften, ganz bewußt, an den verschiedensten Stellen der Segel ein.
Ich habe da in der letzten Zeit einiges an Input von den oben genannten Herstellern bekommen.