Anfang September war ich schon des öfteren auf Fuerte. Jedesmal Nähe Costa Calma am Sotavento Beach (Los Verdes) - also dort wo die Kitesurfer zuhause sind. Von 2qm bis 11qm hatte ich so ziemlich alles mit was man fliegen kann. Es gab Tage, da bin ich mit meiner 7.7er Twister problemlos am Strand kiten gewesen. Aber an anderen Tagen geht selbst mit 2qm nichts mehr. 33 und mehr Knoten sind eine Hausnummer. Die Winde dort werden wie schon gesagt kanalisiert und erreichen somit mehr Geschwindigkeit als an anderen Stellen der Insel. Aber dafür ist der Strand endlos lang und breit und streckenweise sogar boardtauglich.
Richtung Süden nach Morro Jable sollte man was Strand angeht wenig einplanen, da entweder Kiten verboten oder aber die verfügbare Fläche eher bescheiden ist. Alles was jetzt noch weiter südlich kommt ist einsam und verlassen und megageil, aber leider nur mit entsprechendem Fahrzeug erreichbar. Ein normaler PKW hat mitunter so seine Probleme. Dito gilt wenn man die Kurve schafft Richtung Puerte de la Cruez und dort über Cofete. Da sind sowas von saugeile und einsame Strände, dass einem manchmal schon die Worte fehlen.
An der Westküste weiter nach Norden finden sich immer wieder entlegene Stelle (wo man auch mit normalem Auto hinkommt), wo es total einsam ist. Platz satt und nette Strände. Da sei La Pared genannt und auch viele kleine andere Buchten. Lediglich die Anfahrt dorthin ist mitunter ziemlich langweilig. Hoch oben in El Cotillo ist es auch sehr schön, aber man sollte dann auf die Windrichtung achten, da es rundrum doch einiges an Felsen gibt. Und wenn Felsen, dann sind die auch gut scharfkantig. Also vorsicht.
Aber eine allgemeine Warnung für die Westküste sei gesagt. Bedingt durch Strömungen sollte man dort nur mit äusserster Vorsicht wenn überhaupt schwimmen. Auch sind dort die Wellen bei richtigem Wetter aber sowas von hoch - muss man erlebt haben.
Corallejo selbst ist eine Engländerhochburg und eben Grossstadt (nach Kanarenmassstab). Entsprechend sind dort die Angebote. Aber südlich der Stadt beginnen die unendlichen Sandwüsten. Hier hat man viel Platz, selbst wenn man sich ein wenig ins Hinterland wagt, während die Frau am Strand grillt. Allerdings ist dort oben auch eine Wellenreiter wie auch Surferhochburg. Folgen wir wieder den Strassen Richtung Süden, aber diesmal an der Ostküste, so werden wir eigentlich bis nach Costa Calma (ein eher totes Touristendorf nur mit scharfkantigen Felsen belohnt. Tja und schon sind wir wieder dort wo wir losgefahren sind.
Doch nicht nur die Küsten bieten ein paar nette Kitemöglichkeiten. Einfach auch mal ins Innenland fahren und die Augen aufhalten. Da sind echte Kleinode dabei. Und sogar eine richtig grüne Insel auf der Insel lässt sich finden. Auf den vielen Parkplätzen der kleinen Strassen einfach mal anhalten und 1 oder 2 Kekse bereits halten. Dann wimmelt es auf einmal von zutraulichen Erdhörnchen. Putzig die Viecher.
So das wars jetzt aber. Könnte auch noch was zu Lanzarote sagen, aber das ist eher das Gegenteil von einem Kitermekka.
Auf jeden Fall viel Spass dort.
Gruss
Mike (der auch gerne wieder hin möchte)