Kap und Archäologie

  • Jürgen
    Stab und Stativ habe ich 2006 bei Fa. Frick für 414 € gekauft. Eine Sperrholz-Aufnahme für die PAP-Bodenstation hat unten gummibereifte Räder, so dass das Ganze mit zusätzlichen, aufsteckbaren Stützrädern leicht zu bewegen ist und nicht getragen werden muss.


    Bei dem dritten Foto (s.o.) handelt es sich um eineüberdachte Vorratsgrubeaus der jüngeren Bronzezeit 900 bis 750 a.C. Die Grabungen werden noch bis Anfang August andauern. Mal sehen, was noch zu Tage tritt!?


    PS
    ich habe heute noch eine Aufnahme von einem Schlüssellochgrab (4 x 6m) gemacht.


    das zweite Bild lässt sich vergrößern, das erste bekomme ich nicht weg :-/
    Mein Fuß muss noch weggepixelt werden ;)

    - Editiert von Werder am 07.07.2010, 19:11 -<woltlab-metacode-marker data-name="img" data-uuid="c793c982-f4ec-4df8-983c-a901b99f5197" data-source="W0lNR10=" data-attributes="WyJodHRwOlwvXC93d3cuYmlsZGVyY2FjaGUuZGVcL3RodW1ibmFpbFwvMjAxMDA3MDctMTkwOTU5LTg3MC5qcGciXQ==" data-use-text="0" /><woltlab-metacode-marker data-uuid="c793c982-f4ec-4df8-983c-a901b99f5197" data-source="Wy9JTUdd" />
    - Editiert von Werder am 07.07.2010, 19:15 -
    ;)
    - Editiert von Werder am 07.07.2010, 19:17 -

  • Die Ausweitung des Braunkohle-Tagebaus erfordert die Umleitung einer BAB. Bei Düren-Arnoldsweiler wird die A4 auf eine neue Trasse verlegt. Hier wurden die Archäologen fündig: von der Jungsteinzeit (Neolithicum) bis zur Römerzeit.
    Gruss Credi
    http://flic.kr/p/8MoyQm
    http://flic.kr/p/8HyFGx
    - Editiert von Credi am 25.10.2010, 12:12 -

  • Hallo Ulli,
    in einem anderen Thread fragtest Du nach der Möglichkeit im Schnee etwas zu entdecken.
    Vor ein paar Tagen habe ich bei eigentlich sehr hoher Schneeschicht von etwa 30 cm im Schrägbild zarte Gebäudegrundrisse gesehen, die durch geringe Foto-Bearbeitung sehr markant hervortraten.
    Röm. Grundriss
    Neben dieser Abbildung befindet sich auch das Originalfoto, auf dem man die ohne Bearbeitung sehr schwachen Linien sehen kann.


    Gruss Credi

  • Moin Credi,
    ich vermute, dass da noch Mauerreste in der Erde sind, die durch Wärmespeicherung /-angabe die Schneeschicht eingeschmolzen hat!?


    Eine Untersuchung hat es jetzt festgestellt, dass die alten Stader bereits im Jahre 673 auf einem Burgwall nahe der Schwedenschanze in Groß Thun lebten. Als älteste mittelalterliche Burg zwischen Rhein und Elbe ist somit einfach einzigartig. Und weil die Stader Gegend im 7. Jahrhundert am Rande der Welt lag - dazu noch in heidnischer Ruh - existiert an der Schwinge die einzige bekannte Befestigung aus der Zeit im norddeutschen Raum überhaupt.


    Ganzer Bericht über die Schwedenschanze


    Hier sucht man noch nach einer Verbindung zwischen Hafenanlage und einem bekannten Wohnbereich. Das wird aber eher "nur" ein Bohlenweg sein, der heute keine Vegetationsveränderung mehr bewirken wird.

  • Hallo Ulli,


    so schließt sich der Kreis. Ich habe mit H.D. Freese korrespondiert und er hat mich an Dich verwiesen, denn es gibt in Niedersachsen einen Arbeitskreis bei den Ehrenamtlichen Denkmalpflegern oder für die Archäologie Tätigen. Zu lesen ist dort aber nur von Aufnahmen durch Überfliegungen. Ihr solltet euch dort mit mehr Nachdruck einbringen, denn gerade Grabungsbegleitung, z.b. mit dem Stab oder Mast und auch Drachen, läßt sich nicht durch Flugzeugfotografie ersetzen.
    Die Domäne für die Flieger ist die weitflächige Prospektion, die sie in kurzer Zeit erledigen können.
    Der Bericht über die Schwedenschanze ist sehr interessant, danke für die Mitteilung.
    Gruss Credi

  • Der Termin stand fest, nur der Wind hatte keine Zeit :-/


    bei einem Treffen mit Herrn Rasink vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege - Referat Archäologie musste daher mein 15m-Teleskopstativ zum Einsatz kommen. Da bei entstanden an drei Abschnitten der NEL (Norddeutsche Erdgasleitung) eindrucksvolle Aufnahmen.


    Credi
    das Treffen wurde durch H.D.Freese vermittelt


    "Schachbrett-Grabung" (zum Vergrößern folgende Links öffnen)

    http://www.bildercache.de/anze…e=20110611-135013-120.jpg[/URL]



    und NEL-Trasse

    http://www.bildercache.de/anze…me=20110611-135035-66.jpg[URL]


    - Editiert von Werder am 11.06.2011, 14:30 -
    - Editiert von Werder am 11.06.2011, 14:31 -

  • Super Bilder Ulli, bleib am Ball.
    Mit dem Drachen habe ich ähnliches, allerdings senkrecht aufgenommen:
    http://flic.kr/p/9SsqoK
    Bei der Trassierung einer neuen Straße parallel zur A4 bei Lucherberg stieß man auf römische Relikte. Die Grabungsfirma bat mich um Luftunterstützung. Man sieht ein Stück der Römerstraße und sog. Streifenhäuser, die innerhalb eines römischen Städtchens (Vicus) direkt mit Verkaufsräumen oder Werkstätten an der Straße lagen.


    Gruss Credi

  • Die beiden Fotos sind nur Übersichtsaufnahmen. Die Schachbrett-Grabung findet direkt unter einer querenden Hochspannungsleitung statt. Das Stativ musste daher seitlich in ausreichender Entfernung zu den Leitungen am Grabungsrand stehen. Bei den drei Grabungen wurden u.a. Keramik, Fibel, Gräber und Hausgrundrisse gefunden.


    Die meisten Fotos hat der Archäologe nach einer kurzen Einweisung mit meiner Fernsteuerung selber aufgenommen. So konnte er selbst entscheiden, was und aus welcher Perspektive er etwas aufnehmen wollte. Mir blieb im Wesentlichen nur die Aufgabe, das Stativ umzusetzen und "hoch zu stemmen".

  • Schachbrett-ähnlich ist dieser rätselhafte Grundriss, den ich vor kurzem erstmals im Luftbild dargestellt habe: http://flic.kr/p/9JPEXG
    Sollte es sich tatsächlich um eine prunkvolle röm. Gartenarchitektur handeln, wäre das eine sensationelle Entdeckung.


    Gruss Credi